Wetterkontrolle

Wetterkontrolle nur Verschwörungstheorie?


Bisher gehörte das Thema „Wetterkontrolle“ für viele Menschen in das Reich der Phantasien und Verschwörungstheorien. Wenn Sie beispielsweise einem schulmedizinisch ausgebildeten Arzt erzählt hätten, es gäbe Technologien, die es in der Wüste regnen lassen können, hätte dieser sie angeschaut als überlege er, Sie schnellstmöglich zu einem Kollegen aus der Psychiatrie zu überweisen. Er hätte Sie natürlich nur deshalb so angeschaut, weil man als ordentlicher Skeptiker so schauen MUSS.

Auf die gleiche Art und Weise schaut er, wenn es um Homöopathie geht oder gar um die Selbstheilungskräfte des Körpers. Es hätte also nichts mit Ihnen persönlich zu tun gehabt. Wetterkontrolle oblag bislang den Göttern und man konnte zwar um Regen oder um Sonne bitten, war sich aber immerfort darüber im Klaren, dass die Chancen für eine spontane Wetteränderung nach eigenem Gusto eher schlecht standen.

Echte Skeptiker glauben also grundsätzlich nur das, was sie in angeblich seriösen Mainstream-Medien erfahren haben, am besten untermauert mit zahlreichen wissenschaftlichen Studien. Berichten diese ausgesuchten Medien aber – aus welchen Gründen auch immer – über bestimmte Themen nur unzureichend oder überhaupt nicht, dann kann ein Skeptiker das Thema auch nicht ernst nehmen.

Das ist natürlich schade, denn es gibt durchaus eine Menge Themen, über die in den herkömmlichen Medien einfach nicht berichtet wird. Das kann verschiedene (meist wirtschaftliche) Gründe haben. Bei Wetterkontrolle ist der Grund einfach.

Wer entscheidet über das Wetter?

Stellen Sie sich vor, Wettermanipulation wäre nur noch eine reine Routineangelegenheit. Es käme unentwegt zu Meinungsverschiedenheiten. Heute findet bei mir eine Gartenparty statt und ich brauche dazu selbstverständlich mildes, trockenes Sommerwetter. Mein Nachbar aber hat Radieschen gesät und Regen bestellt. Im Winter sähe es ähnlich aus: Ich würde ständig riesige Schneemassen ordern, weil ich snowboarden will und verschneite Dörfer märchenhaft finde. Mein Nachbar aber ist ziemlich schlecht zu Fuß und fürchtet sich, bei Schnee und Glatteis, sein Haus zu verlassen. Er würde für einen relativ schneefreien Winter plädieren. Und das wären nur die Diskrepanzen zwischen meinem Nachbarn und mir.

Wie aber sähe das erst auf internationaler Ebene aus? Wer würde für die friedliche Verteilung von Regen, Schnee und Sonnenschein sorgen? Wer könnte die Sache so organisieren, dass nicht nur der Mensch von den neuen Technologien profitiert, sondern gleichzeitig die Natur und die ökologischen Systeme keinen Schaden nehmen?

Wasser und Regen für alle?

Automatisch stellt sich an dieser Stelle die Frage, wer wird sich diese Technologien zur Wettermanipulation leisten können? Über den Kontostand reicher Länder brauchen wir kaum zu diskutieren. Aber wie sieht es beispielsweise mit afrikanischen Staaten aus? Werden diese ebenfalls ihre Wüsten beregnen lassen können? Ihr Land begrünen und wieder fruchtbar machen können? Oder bleiben die Technologien zur Wetterkontrolle in den Händen einiger weniger Reicher?

HAARP in der Einsamkeit Alaskas

In einer einsamen Gegend in Alaska befindet sich HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program), eine US-militärische Anlage auf einer Fläche von über 23 Hektar. Sie besteht aus einigen Hundert Hochfrequenz-Antennentürmen, die auf den Himmel gerichtet sind.


Wetterbeeinflussung als Kriegsstrategie

Stehen den Militärs Möglichkeiten zur Beeinflussung des Wetters zur Verfügung? Die wenigen Fakten scheinen in Unmengen von Spekulationen unterzugehen. Doch es gibt sie! Und im Bereich der Spekulationen finden sich unzählige Ungereimtheiten, unbeantwortete Fragen und Verharmlosungen. Zu den möglichen mysteriösen Instrumenten zählt die weltweit größte Ansammlung von Antennen, bekannt unter dem Namen HAARP, stationiert in Alaska. Wenn es möglich ist, das Wetter für militärische Zwecke zu beeinflussen, dann lässt sich Gift darauf nehmen, dass diese „Geheimwaffe“ auch eingesetzt wird.

Zuerst zwei Fakten aus der Geschichte. Zwischen 1949 und 1952 (andere Quellen nennen das Jahr 1955) experimentierte die britische Armee im Rahmen der „Operation Cumulus“ mit der künstlichen Erzeugung von Regenwolken durch das Versprühen von Silberjodid. Als militärisches Ziel wurde das

  • Verlangsamen von gegnerischen Truppenbewegungen,
  • das Anschwellen von Flüssen und
  • die dadurch verbundene Erschwerung der Überquerung und
  • auch das Auflösen von Nebel genannt.

Wie sich bei Wikipedia nachlesen lässt, wird Silberjodid aber auch von sogenannten Hagelfliegern versprüht, um durch vorzeitiges Auslösen von Regenfällen die Bildung großer Hagelkörner zu vermeiden. Zu Beginn der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking wurden vorzeitige Regenfälle künstlich provoziert, um die Eröffnungszeremonien regenfrei durchführen zu können.

Bei den Experimenten in England kam es im Jahr 1952 jedoch zu einer Katastrophe, die zumindest 34 Menschenleben forderte. Um es gleich vorweg zu nehmen, von offizieller Seite wurde bis heute kein Zusammenhang bestätigt. Von BBC durchgeführte Recherchen im Jahr 2001 belegen jedoch, dass Experimente im Rahmen der „Operation Cumulus“ durchaus zur fraglichen Zeit in der Gegend von Lynmouth durchgeführt wurden. Und was ist passiert?

Innerhalb von 24 Stunden fielen am 15. und 16. August des Jahres 1952 über Lynmouth 229 mm Regen, 250 Mal mehr als ansonsten während eines ganzen Monats. Über Nacht wurden mehr als 100 Häuser von den Fluten zerstört, 28 von insgesamt 31 Brücken wurden weggerissen.

Während des Vietnam-Krieges wurde von den US-Streifkräften die „Operation Popeye“ durchgeführt. Auch in diesem Fall wurde künstlich Regen erzeugt, um Transporte über den legendären Ho-Chi-Minh-Pfad zu erschweren. Auch von den Amerikanern wurde Silberjodid eingesetzt.

Über beide Vorfälle berichtet eine vom amerikanischen History-Channel ausgestrahlte kurze Dokumentation, die sich beiläufig auch mit der Frage auseinandersetzt, wie weit die bewusste Beeinflussung des Wetters reichen könnte. Spekulationen über Hurrikan Kathrina werden ebenso genannt wie die Möglichkeit, ganze Kontinente auf das Niveau von Eiszeiten abzukühlen. Um gezielt künstliche Regenfälle zu erzeugen, wird folgender Ablauf genannt: Durch Militärmaschinen werden Metalloxyde in die Atmosphäre gesprüht. Mittels ausgesandter ELF-Wellen (Extremely Low Frequency) werden die Partikel auf bis zu 35 Grad Celsius aufgeheizt, was Wolkenbrüche zur Folge haben

Die zitierten ELF-Wellen sollen von einer riesigen Antennenanlage in Alaska, welche den Namen

  • HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program) trägt,

produziert werden. Die Anlage befindet sich in der Nähe der Stadt Gakone und findet sich bei Google-Earth unter folgenden Koordinaten: 62°23?29.66”N, 145°06?58.47”

Als Betreiber gelten sowohl die amerikanische Luftwaffe als auch die Marine. Der ehemalige Gouverneur von Minnesota, Jesse Ventura, der sich nach seiner Amtsperiode leidenschaftlich Themen sogenannter Verschwörungstheorien zu widmen begann, versuchte, mehr Informationen über HAARP in Erfahrung zu bringen. Seine diesbezüglichen Erfahrungen fasste er in einer Dokumentation zu zusammen, die letztendlich mehr Fragen aufwirft als sie Antworten bietet.

Versuche, das Wetter zu beeinflussen, werden von Armeen seit zumindest 60 Jahren erfolgreich durchgeführt. Wobei das Auslösen von Regenfällen, etwa bevor sich gefährlich große Hagelkörner bilden können, zu den durchaus positiven Anwendungen gezählt werden kann. Dass ein Verursachen von Wolkenbrüchen oder auch anhaltender Trockenperioden in Kriegsfällen von Nutzen sein kann, ist nicht bestreitbar. Militärische Forschung war in vielen Fällen der Auslöser für zivile – und auch durchaus nützliche – Entwicklungen. Projekte, die aus militärischer Sicht Vorteile bringen, werden grundsätzlich nicht still gelegt, auch nicht, wenn sie fatale Konsequenzen mit sich bringen könnten.

Besteht nun die Möglichkeit, Wetterkatastrophen auszulösen, lässt sich gleichzeitig aber nicht ausschließen, dass derartige Angriffe, die dem Anschein nach auf natürliche Ursachen zurückzuführen sind, auch aus wirtschaftlichen oder präventiven Gründen durchgeführt werden könnten.

Der an der Universität von Ottawa unterrichtende Wirtschaftswissenschaftler Michel Chossudovsky verwies in einem von ihm verfassten Artikel, der sich auf die Klimakonferenz des Vorjahres in Kopenhagen bezog, darauf, dass die Behandlung von Umwelt- oder Wetterkrieg nicht auf dem Programm stand. Gleichzeitig zitierte er jedoch aus einem Militärbericht, der auf die strategischen Vorteile durch Beeinflussung des Wetters verweist. Auch zitiert er John von Neumann, der als der Begründer der Spieltheorie gilt, wobei es sich um wissenschaftliche Konzepte zur Entscheidungsfindung auch im Militärbereich handelt. Zur Zeit des Kalten Krieges (1955) vertrat dieser die Meinung, dass die Beeinflussung der Atmosphäre zu einer, Atomwaffen übertreffenden, Bedrohung werden kann.


Beiträge dazu:

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