Landesverrat

Der Landesverrat des Widerstandes

 

Von Dr. Gunther Kümel

Es scheint fast unglaublich: 

Der Weltkrieg hätte von Deutschland gewonnen werden können! 

Zwar war zur Zeit der Kriegserklärung der Westmächte die frischgebackene Wehrmacht die höchst lückenhaft gerüstet, für manche Kaliber standen nur für Tage Reserven an Munition zur Verfügung, insgesamt nur für vier Wochen.   Es gab keinen einzigen schweren deutschen Panzer.  Die Vielzahl der tatsächlich entwickelten “Wunderwaffen” kam verspätet oder gar nicht mehr an die Front.  Die Übermacht der Alliierten und ihre weltweiten strategischen Reserven war erdrückend.

Wirklich entscheidend für den Verlust war jedoch weitverbreiteter Verrat an den höchsten Stellen.  Der “Widerstand” (richtig Landesverrat) hat Hunderttausende wenn nicht Millionen von Toten und Verstümmelten auf dem Gewissen, den  vorläufigen Verlust des Reiches und das Leiden des Deutschen Volkes an den schrecklichen Kriegsfolgen.  Nach dem “Waffenstillstand”, mitten im “Frieden”, haben die Alliiertenweit mehr Deutschen ermordet, als ihnen im Krieg zum Opfer gefallen sind.  Offenbar wurde der Krieg von den Alliierten mit dem Ziel geführt, die Deutschen zu dezimieren und das Reich zu vernichten.
(Ich, RjH, frage: “wer hat seit 1933 die Deutschen gehasst?  Antwort: Die Juden”)

Martin Bormann
Martin Bormann

Manche Quellen sprechen davon daß der Verräter in Führungshauptquartier Martin Bormann gewesen sein soll.

Diese These vertraten Historiker bis Anfang der 90er.  Als dann die russischen Archive endlich zugänglich wurden, konnte man Oberleutnant d.R. Dr. Wilhelm Scheidt, den Adjutanten des General Scherff, des Beauftragten für Militärgeschichtsschreibung, als den Hauptverräter im Führerhauptquartier identifizierten.  Er war der einzige, der Zugriff auf ausnahmslos alle Informationen hatte, die den Russen übermittelt wurden waren.  Scheidt hatte sich zu Beginn den Rußlandsfeldzuges dem Widerstand gegen Hitler angeschlossen und unterhielt u.a. Kontakte zur “Roten Kapelle”.   Er verfaßte eine Dissertation über Goethe daher der Deckname “Werter”.

Heinrich Müller
Heinrich Müller

Jedenfalls hat sowohl Abwehr, als auch Gestapo, SS und SD Verrat begangen.  Etliche hohe Offiziere (darunter GFM Paulus) berichteten nach dem Krieg, sie seien während ihrer Gefangenschaft bereits kurz nach Kriegsende von Obergruppenführer Heinrich Müller, Chef der Gruppen, vernommen worden.  Er habe russische Uniform getragen.  Offiziell gilt Müller seit 1945 als verschollen.  Nach seiner Tätigkeit für den NKWD soll er zu den Westalliierten übergelaufen sein, dabei handelt es sich allerdings nur um ein Gerücht.  Der amtierende FBI-Direktor Robert Mueller soll ein direkter Nachfahre Heinrich Müller ein.  Eine erstaunliche Ähnlichkeit der beiden Männer ist nicht zu leugnen.

Rudolf RöslerRudolf Rösler

In verschiedenen Quellen taucht immer wieder der Deckname “Lucy” auf.  Hinter “Lucy” verbarg sich Rudolf Rösler aus Kaufbeuren, der ab 1930 in Berlin als Verlagsdirektor tätig war.  1934 floh er in die Schweiz und gründete den Verlag “Vita Nova”.  Er leitete die Informationen, die der Agent “Warter” aus Berlin sendete, über Luzern nach Moskau weiter.

Nicht geklärt ist die Quelle der 771 Kleinbildfilme mit je 36 Bildern, die lückenlos die Aufmarschpläne des OKW ab Frühjahr 1942 dokumentieren.  Sie lagern bis heute im Koblenzer Militärarchiv und beweisen, daß es eine ganze Reihe Verräter im FHW und in den einzelnen Sperrkreisen gab.  Ohne aktive Hilfe der Funkabwehr und der Gestapo war Verrat in einem solchen Umfang undenkbar,

KRIEGSSCHULDFRAGE 

Über das wahre Ausmaß des Verrates in den eigenen Reihen haben die wenigsten auch von Historikern eine klar und auch nur annähernd volle Vorstellung.   Die “Rote Kapelle” ist allgemein bekannt in ihr waren Adelige, Offiziere und Intellektuelle zusammengeschlossen; 68 von ihnen wurden gefaßt.  Durch Funk wurden über 800 Verratsmeldungen über taktische und operative, sowie strategische Pläne der Deutschen Wehrmacht, Truppenverlegungen, Bewaffnungen, Nachschunbtransporte, Angriffstermine usw. gemacht.

Noch schwerwiegender war der Verrat der “Rote n Drei”, die in der Schweiz von dem aus religiösen Gründen den Nationalsozialismus hassenden Rudolf Rössler geführt wurde.  Von dieser Gruppierung wurde praktisch alles verraten, was im Führerhauptquartier, im Oberkommando der Wehrmacht (OKW)  und im Oberkommando des Heeres (OKH) beschlossen wurde.  Durch sie saß der sowjetische Generalstab gleichsam im Führerhauptquartier bei den geheimsten Besprechungen.   Oft kannten die Russen die Pläne eher als die deutschen Fronttruppen, so daß sie leicht Gegen- und Abwehrmaßnahmen treffen konnten.  Die “Unternehmen Zitadelle”  beispielsweise wurde quasi von S bis Z verraten, wodurch im Sommer 1943 im Kursker Bogen den deutschen Panzertruppen das Rückgrat gebrochen wurde.  (Unternehmen Zitadelle war der deutsche Deckname für den Angriff auf den sowjetischen Frontbogen um die russische Stadt Kursk während des Zweiten Weltkrieges im Sommer 1943. Die Operation gilt als letzte deutsche Großoffensive im Krieg gegen die Sowjetunion und fand in der Zeit vom 5. bis zum 16. Juli 1943 statt.)

Dr. Richard Sorge
Dr. Richard Sorge

Ähnlich verhängnisvoll war das Wirken der “Gruppe Hirse” in Japan, die in der deutschen Botschaft in Tokio saß und denen wichtigster Mann Dr. Richard Sorge war.  Er verriet den Sowjets, daß Japan nicht an der Seite Deutschlands in den Krieg gegen die UdSSR eintreten werden, weshalb im Winter 1941/42 etwa 2 Millionen ausgeruhten und bestens ausgerüsteter mit Winterausrüstung versehener sowjetischer Soldaten an die entscheidenden Fronten vor Moskau, Leningrad und Rostow geworfen werden konnten.
Admiral Canaris, ein Verräter

Admiral Canaris, ein Verräter

Wer Rösslers Informant war, wissen wir immer noch nicht – werden es auch nie  mehr erfahren.  Vielleicht stammten er aus der “Schwarzen Kapelle”, deren Mitglieder durchweg aus dem Zossener Großen Generalstab (OKH) in der Bendlerstraße kamen und mehr als 30 hohe Offiziere, meist Generäle umfaßte.   Zu diesem Kreis gehörte aber auch viele Diplomaten und Angehörige der Industrie und des Kapitals.  Sie  standen in engster Verbindung mit dem Leiter der deutschen Abwehr, Admiral Canaris, über den und dessen späteren General Oster die Westmächte genauestens informiert worden sind.  Die Einführung des Judensternes, die Deportation in Lager unf bestimmte andere Diskriminierungen der deutschen Juden wurden auf Vorschlag der Zionisten (Lekarsky) von Canaris unter Berufung auf vorgebliche “Sicherheitsinteressen” gegen den Wiederstand der NS-Hierarchie durchgeführt.  Oster,  damals noch Major, verriet den Angriffstermin des Norwegenunternehmen, Weserübung,  und des Frankreichfeldzuges 1940.  Canaris persönlich bewog Franco dazu, nicht an der Seite Deutschlands in den Krieg einzutreten, wodurch Gibraltar in britischer Hand blieb und Rommels Afrikakorps der Nachschub durch britische Luft- und Seestreitkräfte abgeschnitten wurde.

General Oster
General Oster

Ihnen allen war eines gemeinsam, was einer von ihnen, der das “Ansehen” dieser “Herren” auch noch heute vehement vertritt, in folgende Worte gekleidet hat:

Diesen Erfolg Hitlers unter allen Umständen und mit allen Mitteln zu verhindern, auch auf Kosten von Hunderttausenden Soldaten und Zivilisten, auch auf Kosten einer schweren Niederlage des Dritten Reiches, war unsere vordringlichste  Aufgab..”

(Fabian von Schlabbrendorff in:  ”Offiziere gegen Hitler”, Seite 38): Er hat bis heute nicht begriffen, was der ehemalige deutsche Bundespräsident Dr. Eugen Gerstenmaier immerhin – wenn auch spät – anerkannte:

Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: Daß dieser Krieg eben nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde (FAZ 21.3 1975)

Verrat in OKW – Oberkommando der Wehrmacht

Erwin Rommel
Erwin Rommel

Überzeugung als Spion sind billig und überdies äußerst zuverlässig.  Das wurde auch im Oberkommando der Wehrmacht deutlich.  Mitten aus dieser Zentrale erhielten die Sowjets den ganzen Krieg hindurch präzise Informationen aller Art.  Auch über die Vorbereitungen zu der letzten deutschen Großoffensive in Rußland im Sommer 1943 gegen den Kursken Bogen, dem “Unternehmen Zitadelle

Was von Schlabrendorff neutral mit

“auf Kosten einer schweren Niederlage des Dritten Reiches”

ausdrückt, bedeutet tatsächlich den Tod von Hunderttausenden in Fallen, Hinterhalt, Kesseln und in mörderische Gefangenschaft geratenen deutschen Soldaten.   Wenn der Feind alles weiß, was das Oberkommando beabsichtigt, wenn die eigenen Spionageabwehr nicht für Deutschland, sondern dür dessen Gegner arbeitet, dann ist es gar keine Frage, daß der Krieg nicht gewonnen werden konnte.  Es ist ausschließlich ein Verdienst der damaligen deutschen Soldaten und  dieser Generation an sich, daß in diesem Krieg zunächst durch die deutschen Truppen in der Geschichte beispiellose Erfolge erzielte werden konnten,  und es mehr als 50 Staaten erst nach 6 Jahren gelang, uns niederzuringen.

Die französischen Historiker Pierre Accoce und Pierre Quest haben es so ausgedrückt:

“Diese Offiziere bekämpfen nicht nur Hitler sondern auch seine Mystik, jene des Hakenkreuzes. Diese doppelte Zielsetzung ihres Kampfes wird Deutschland – dessen sind sie sich bewußt – in den Abgrund stoßen.  Sie hören trotzdem nicht auf, überall zuzuschlagen, bis sie sicher sind, daß Deutschland,  gegen seinen Blutverlust ankämpfend, aufgibt.  Sie schlagen unerbittlich zu, bis Deutschland endgültig im Sterben liegt.  Erst dann erschlaffen die Arme dieser ‘Offiziere’.  Sie betrachten einander auf den Ruinen, dann trennen sie sich nie wieder.  Sie haben das Vaterland verloren, aber sie sind ‘das Ungeheuerliche’ losgeworden.”  (Aus dem Buch “Moskau wußte alles”, Seite 64).

Die Franzosen idealisieren hier allerdings etwas – sehr oft spielte nur die gekränkte Eitelkeit von Männern mit, die nach dem 1918 erfolgten Sturz des deutschen Kaiserreiches an Einfluß verloren hatten, sich durch den Nationalsozialismus eine Restauration der alten Zustände und ihrer alten Privilegien erhofften. Sich darin getäuscht sahen, da im nationalsozialistischen Deutschland nicht nach der Herkunft, sondern nach Leistung beurteilt wurde.  Dies ist auch sicherlich ein Grund dafür, daß so viele Verräter Adelsnamen trugen. Sie fanden sich im Offizierskorps, in der Abwehr und im diplomatischen Dienst, der ja schließlich durch seine Auslandsverbindungen ideale Optionen zur Nachrichtübermittlung gab.

Daneben kamen Verräterkreise aus dem politisierenden Christentum und – nur ganz vereinzelt – aus dem Marxismus sozialdemokratischer und kommunistischer Prägung.  Letztere saßen einmal nicht in einflußreichen Stellen, zum anderen war durch die Sozialreformen des Nationalsozialismus eine Massenbasis für den Marxismus nicht mehr vorhanden, und spätestens die von den Landsern selbst erlebten Zustände im “Arbeiterparadies” Sowjetrußland heilten auch die letzten aus ihrem utopischen Wahn.

Aus demselben Quellen könnten aber die Verräter von heute kommen, und deshalb ist die eingehende, geschichtliche Betrachtung so wichtig.  Wir erkennen daraus, daß dann, wenn volksfremde Ideologien und Religionen über das Volk gestellt werden, die Abwehrkraft entscheidend geschwächt wird und eine Verwirklichung des deutschen Volkes nicht möglich ist.

Wenn da jemand sagt; “Erst kommt meine Klasse, Kirche, Berufsgruppe, mein Stand, meine Privilegien – dann erst mein Volk”, dann ist er unser Feind!   Denn dann schürt er den Klassenkampf: bis hin zum Bürgerkrieg, der uns lähmt.  Erst wenn wir die uns aufgezwungenen Schranken niederreißen, die uns Deutschen von Deutschen trennen, werden wir es wieder erringen – das Reich in den völkerrechtlichen Grenzen!

http://thenewsturmer.com/OnlyGerman/Verrat/Artikel%201.htm